Internationale Gartenbauausstellung (IGA) Machbarkeitsstudie

Lage: Gemarkung Friedrichstadt, Dresden, Messering
Auftraggeber: Landeshauptstadt Dresden, Geschäftsbereich Wirtschaft
Projektsteuerer: STESAD GmbH
Leistungszeit: 2008

Anlass und Zielstellung

Durch die Aufhebung des Zuschlags an die Bodenseeregion zur Ausrichtung der IGA 2017 entstand kurzfristig die Möglichkeit einer erneuten Bewerbung der Landeshauptstadt Dresden.

Bereits 1993 hatte die damalige Stadtverordnetenversammlung beschlossen, dass Dresden sich um die IGA 2003 im Ostragehege bewerben sollte. Ende 1995 wurde der Stadt die Option seitens des ZVG e.V. (Zentralverband Gartenbau) Bonn leider wieder entzogen. Danach sind einige der seinerzeit mit der IGA-Planung formulierten Dauernutzungsziele, wie z.B. die Messe Dresden, die Verbesserung der Verkehrserschließung, die stadttechnische Ausstattung, das Open-Air-Gelände und die Sportbauten realisiert worden. Der Durchbruch in der Entwicklung des Großen Ostrageheges und des Umfeldes ist bisher allerdings noch nicht gelungen.

Mit der Ausrichtung der IGA 2017 bekäme Dresden erneut die Chance, dieses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung begehrte Instrumentarium zur Lösung städtebaulicher Missstände und Beseitigung infrastruktureller Defizite im Großen Ostragehege und Umfeld einzusetzen.

Die IGA 2017 bietet darüber hinaus in Verbindung mit einer internationalen Ausstellung für zeitgenössische Kunst die Chance, ein deutliches Zeichen zu setzen und sich im Städtewettbewerb zu profilieren.

Mit der IGA könnte die Entwicklung des Großen Ostrageheges zu einer öffentlichen, touristisch attraktiven Parklandschaft beschleunigt auf den Weg gebracht, die Anbindung an das Stadtzentrum vollendet und die angrenzenden Gebiete wie Friedrichstadt sowie das rechtselbische Ufer aufgewertet werden.

Die planungsrechtliche Situation mit FNP, INSEK, städtebaulichen Rahmenplan Nr. 736 Großes Ostragehege und Umfeld gibt hochwertige Entwicklungsziele mit Einrichtungen für Wissenschaft, Bildung, Kunst, Kultur, Ausstellung, Freizeit und Sport vor. Mit Hilfe der IGA 2017 als „Katalysator“ würden diese anspruchsvollen Zielstellungen wieder in die öffentliche Wahrnehmung rücken, um so mehr Fördermittel und privates Kapital zur Entwicklung akquirieren zu können. Neben der Entwicklung des Ostrageheges mit seiner markanten Landschaft und dem denkmalgeschützten Ensemble der Erlweinbauten werden positive Auswirkungen auf das Umfeld sowie die Aktivierung weiterer Tourismuspotenziale erwartet. Entwicklungsschwerpunkt und damit mögliches Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Bewerbern ist die Symbiose aus Wissenschaft und Kunst unter Beachtung der denkmalgeschützten Substanz.

Das Programm

Im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung zur Durchführung der IGA 2017 im Ostragehege, Dresden wurden folgende Aspekte betrachtet bzw. Konzepte erarbeitet:

Konzeption der IGA 2017:

  • Leitthema der IGA 2017
  • Anforderungen an das IGA-Gelände
  • Ausstellungsgelände/Veranstaltungsorte
  • Projektblätter/-vorschläge

Machbarkeitsuntersuchung:

  • Flächenverfügbarkeit
  • Planungsrechtliche Situation
  • Natur- und Landschaftsschutz/Arten- und Biotopschutz
  • Wasserrechtliche Rahmenbedingungen
  • Denkmalschutz
  • Altlastenverdacht
  • Verkehrliche Konzeption
  • Medientechnische Konzeption
  • Städtebauliches Nachnutzungskonzept

Ökonomische Analyse:

  • Ableitung der Besucher- und Eintrittszahlen
  • Ökonomische Analyse

Darüber hinaus wurde im Vorfeld der Machbarkeitsuntersuchungen ein Expertenworkshop zu Entwicklungsperspektiven und -strategien für das Ostragehege durchgeführt. Dessen Ergebnisse flossen in ein städtebauliches Konzept „Vision Ostragehege 2020 – Neue Brücken, dritte Räume“ ein, dass auch die Zielstellung für die Nachnutzung des IGA-Geländes darstellte.