Programmgebiet "Soziale Stadt" - Gorbitz

Größe: gesamtes Fördergebiet 240ha
Lage: Westen der Landeshauptstadt Dresden
Beginn: 2005
Ende: voraussichtlich 2020
Einwohner:

1990: 35.236 Einwohner

2008: 19.858 Einwohner

2011: 20.143 Einwohner

Quelle: Landeshauptstadt Dresden, Kommunale Statistikstelle

Leistungszeit: seit 2007

Leistungen der STESAD GmbH

  • Projektbeauftragter der Landeshauptstadt Dresden
  • Fortschreibung des Integrierten Handlungskonzeptes unter Einbezug aller Akteure
  • Erarbeitung von Fördermittelanträgen
  • Abrechnung von Einzelmaßnahmen
  • Öffentlichkeitsarbeit und -beteiligung

Das Programm

  • das Bund-Länder-Programm "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf - die Soziale Stadt" soll sozialen Polarisierungstendenzen in den Städten entgegenwirken
  • es handelt sich dabei in der Regel um hochverdichtete Stadtteile, die erhebliche Defizite aufweisen , so insbesondere im Hinblick auf ihre Sozialstruktur, den baulichen Zustand und die Ausstattung mit sozialer und stadtteilkultureller Infrastruktur
  • der integrative Ansatz des Förderprogramms "Soziale Stadt" besteht in der Bündelung der für die Stadtteilentwicklung relevanten Finanzen, wobei die Politikfelder Wirtschaft, Wohnen, Arbeits- und Ausbildungsförderung, Familien- und Jugendhilfe, Sicherheit, Frauen, Umwelt sowie Kultur und Freizeit ganzheitlich und umfassend betrachtet wird
  • Ziel ist, Aktivitäten und Maßnahmen in den verschiedenen sektoralen Handlungsfeldern im Stadtteil aufeinander abzustimmen

Das Programmgebiet

  • das Gebiet Dresden Gorbitz ist seit dem Jahr 2005 Fördergebiet im Programm "Soziale Stadt"
  • das Dresdner Fördergebiet entspricht der Charakteristik großer Wohnsiedlungen aus der Nachkriegszeit mit wenig individueller Architektur, fehlender Nutzungsmischung und unzureichender sozialer Infrastruktur
  • das Programmgebiet wurde ausgewählt, da es im Vergleich zu den anderen Plattenbausiedlungen der Stadt das größte Entwicklungspotential in Bezug auf das Wohnumfeld besitzt und somit problematischen Tendenzen in der Entwicklung der Bevölkerungsstruktur entgegengewirkt werden kann
  • im Programm werden neben Fördermaßnahmen in den Schwerpunktbereichen auch einzelne Maßnahmen integriert und gefördert, welche in Rand- und Zwischengebieten lokalisiert sind, aber für die Missstandsbehebung und Erreichung der Ziele am gewählten Standort von besonderer Bedeutung sind
  • das integrierte Handlungskonzept für das Programmgebiet Dresden Gorbitz wurde am 25. November 2010 vom Stadtrat beschlossen
  • Die Handlungsfelder des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sind die qualitative Aufwertung der      Stadt- und Quartiersstrukturen, die Aufwertung der öffentlichen und halböffentlichen Räume sowie der Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen mit dem Ziel der Stabilisierung des sozial benachteiligten Stadtteils durch ein integriertes Handeln
  • Das Integrierte Handlungskonzept (HALUKO) soll entsprechend den gesamtstädtischen Zielen im Programmjahr 2013 fortgeschrieben werden, dabei sollen die Handlungsziele an die aktuellen Entwicklungen angepasst werden

Ziele, Strategien, Maßnahmen

  • Die Gemeinschaftsinitiative „Soziale Stadt“ hat die Aufgabe, Quartiersentwicklungsprozesse in Gang zu setzen, welche die sozialen Problemgebiete zu selbständig lebensfähigen Stadtteilen mit positiver Zukunftsperspektive machen
  • Ziel der Städtebauförderung ist, Schlüsselprojekte zu finanzieren, die für die positive Gebietsentwicklung von entscheidender Bedeutung sind – z.B. Entwicklung der Mittelachse als identitätsstiftende Stadtteilmitte mit den beiden Stadtteilplätzen Amalie-Dietrich-Platz und Merianplatz sowie die Stärkung des Bildungszentrums „Schule der Generationen“
  • im Rahmen des Stadtumbau-Ost Programmes wurden zahlreiche Rückbaumaßnahmen von Gebäuden durchgeführt und die Flächen anschließend begrünt, nur bei jeder siebten Rückbaumaßnahme Dresdens wurde eine anspruchsvollere Gestaltung der Grünflächen vorgenommen, wie beispielsweise bei den Projekten Stadtteilpark „Stadtblick“, Hetzdorfer Straße und „Am Weidigtbach“ in Gorbitz
  • im Programmgebiet der Sozialen Stadt wurden zahlreiche private als auch öffentliche Gebäudesanierungen unter der Prämisse der energetischen Sanierung durchgeführt
  • Kombination aus investiven Maßnahmen zur Modernisierung von Gemeinbedarfseinrichtungen und zur Wohnumfeldverbesserung sollen mit nicht-investiven Projekten im Bereich der gebietsinternen Wirtschaft, Freizeit, Kultur sowie der Imagepflege Entwicklungsimpulse für das Stadtgebiet setzen
  • mit Hilfe der Projekte ist bereits ein breit gefächertes Angebot im Bereich Wohnen, Kultur- und Freizeit für alle Einkommensgruppen in den Gorbitz geschaffen worden, welches es in den kommenden Jahren zu verstetigen gilt
  • die Verbesserung des Images bei Erhaltung der Identität eines Neubauwohngebietes wird angestrebt
  • im Wohngebiet wird die Entwicklung im Quartier durch eine aktive Programmbegleitung vor Ort, d.h. durch den Einsatz von zwei Quartiersmanagern, befördert
  • es bestehen weiterhin gravierende Benachteiligungen im Gebiet, daher ist es unabdingbar die Bevölkerungsentwicklung gezielt durch Maßnahmen der „Sozialen Stadt“ gemeinsam mit dem Quartiersmanagements und den zahlreichen Akteuren im Gebiet zu steuern